Wohngebäudeversicherung – Schutz für Haus und Hof
Eine Wohngebäudeversicherung ist zwar kein gesetzliches Muss, wird aber im Zusammenhang mit der Vergabe eines Immobilienkredits oftmals von Banken eingefordert. Abgesehen davon ist sie jedem Immobilienbesitzer dringend anzuraten. Denn ein Haus ist einer Reihe von Gefahren ausgesetzt. Feuer, Sturm, Hagel, Blitz und Leitungswasser können für erhebliche Schäden am Wohngebäude sorgen. Vor den finanziellen Folgen solcher Schadenereignisse können Sie sich mit einer Wohngebäudeversicherung schützen. Wird beispielsweise das Dach des Gebäudes bei einem Sturm durch einen umfallenden Baum in Mitleidenschaft gezogen, springt die Versicherung ein und übernimmt die Reparatur- und Wiederherstellungskosten.
Elementarschadenschutz oft nicht mitversichert
Dass die Wohngebäudeversicherung in jeden Versicherungsordner gehört, meinen nicht nur Verbraucherschützer, sondern auch die meisten Immobilienbesitzer. Immerhin 75 Prozent von ihnen haben ihre Immobilie versichert. Allerdings ist bei Weitem nicht jede Wohngebäudeversicherung gut, geschweige denn optimal ausgestaltet. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) schätzt, dass 70 Prozent der Immobilienbesitzer nicht ausreichend gegen Elementargefahren wie Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Schneedruck oder Vulkanausbruch abgesichert sind. Denn bis 2011 war es meistens so, dass der Elementarschadenschutz als Zusatzbaustein in die normale Wohngebäudeversicherung mit eingebunden werden musste. Der Einschluss einer Elementarschadenversicherung wurde offenbar oftmals versäumt beziehungsweise nicht als notwendig erachtet.
Opting-Out-Modell für Wohngebäudeversicherung
Zu Anfang 2011 wurde in den allgemeinen Wohngebäude-Versicherungsbedingungen des GDV ein sogenanntes „Opting-Out“ eingeführt. Das heißt, der Elementarschadenschutz wird automatisch zum Bestandteil einer jeden Wohngebäudeversicherung, sofern er nicht ausdrücklich abgewählt wird. Allerdings sind die GDV-Versicherungsbedingungen nicht verbindlich für die Versicherungswirtschaft. Werfen Sie daher einen genauen Blick ins Kleingedruckte und prüfen Sie, ob und inwieweit der Schutz vor Elementarereignissen mitversichert ist. Vor allem in Altverträgen lauern mit Blick auf den Elementarschadenschutz Fallstricke. Verbraucher mit einer „Haushaltsversicherung“ aus DDR-Zeiten haben insoweit einen Vorteil, als diese Police bereits so etwas wie Schutz gegen Elementarschäden beinhaltet.
Wer sein Haus allerdings in Gegenden mit verstärkter seismologischer Tätigkeit oder in einschlägig bekannten Hochwassergebieten stehen hat, wird es schwer haben, die Elementarschadenversicherung zu erhalten. Dann heißt es bei Wohngebäudeversicherungen in der Regel: unkalkulierbares Risiko.
Schmaler Grat zwischen grober und normaler Fahrlässigkeit
Für einen optimalen Versicherungsschutz sollten Sie bei Ihrer Tarifauswahl auch darauf achten, dass die Wohngebäudeversicherung auf die „Einrede der groben Fahrlässigkeit“ verzichtet. Dann sind Sie auch bei grob fahrlässig herbeigeführten Schäden gut versichert. Andernfalls müssten Sie mit erheblichen Leistungskürzungen rechnen. Grobe Fahrlässigkeit liegt zum Beispiel vor, wenn eine Herdplatte nicht ausgemacht wird und infolgedessen ein Brandschaden verursacht wird. Da in der Rechtspraxis mitunter ein schmaler Grat zwischen grober und normaler Fahrlässigkeit besteht, sollte der Passus, der regelt, dass auch bei grober Fahrlässigkeit voll geleistet wird, auf jeden Fall Bestandteil der Wohngebäudeversicherung sein.
Auch der Passus „gleitende Neuwertversicherung“ gehört in die Wohngebäude Versicherung. Die Versicherungssumme wird dann Jahr für Jahr angepasst und gewährleistet so, dass bei einem Totalschaden genug Kapital vorhanden ist, um am gleichen Ort das gleiche Haus wieder aufzubauen. Der gleitende Neuwert sorgt also gewissermaßen für eine Kompensation von Preissteigerungen im Bausektor.
Wohngebäudeversicherung Vergleich spart bares Geld
Der Markt für Wohngebäudeversicherungen bietet eine Vielzahl an Tarifen und verdeutlicht vor allem eines: Es gibt gewaltige Unterschiede in Preis und Leistung. Ein Wohngebäudeversicherung Vergleich, der die Tarife auf den Prüfstand stellt, leistet bei der Suche nach der richtigen Wohngebäudeversicherung nicht nur wertvolle Orientierungshilfe, sondern spart auch bares Geld.
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